«Wir müssen unsere tolle Region ins Zentrum rücken»

Fabian Villiger freut sich auf die Expo. Von einem Public Viewing zur WM aber lässt er die Finger. Foto: zVg

Es ist eine Leistungsschau des lokalen Gewerbes und zudem wohl das grösste Get-together der wichtigsten Akteure von Rapperswil-Jona: die Expo. OK-Präsident seit 2016 ist Fabian Villiger. Mit Begeisterung spricht er über Aussteller, Regionalität, Gastronomie und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am 27. Oktober startet die Expo.

Wo stehen Sie mit denVorbereitungsarbeiten?.
Aktuell werden sämtliche Zeltbauten errichtet und gegen Ende Woche werden die ersten Elektroinstallationen getätigt. Und dann gehts Schlag auf Schlag mit dem Standbau, der Veranstaltungstechnik und weiteren baulichen Massnahmen. Ab Mittwoch bauen die Aussteller auf, das geht dann zu und her wie in einem Bienennest. Am Donnerstag, um 17 Uhr, sind wir bereit für die Besucher.

Liefen die Planungen eigentlich ganz ohne Corona-Szenarien ab?
Wir haben unsere Veranstaltung beim Kanton St. Gallen angemeldet und Antrag auf einen Schutzschirm gestellt, sodass unsere Aufwände bei einer coronabedingten Absage teils gedeckt würden. Doch aktuell gehen wir davon aus, dass wir mit Ausnahme von verschiedenen Hygienemassnahmen ohne spezielle Auflagen stattfinden können.

Mit welchen Besucherzahlen rechnen Sie?
Wir spüren, wie fest die Bevölkerung den Austausch untereinander wünscht. Und so gehen wir davon aus, während der vier Messetage rund 25 000 Besucher im Grünfeld begrüssen zu dürfen.

Wie viele Aussteller sind vertreten?
Insgesamt präsentieren 120 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Das ist rund 20 Prozent weniger als in den letzten Jahren. Wir spürten bei einigen lokalen Firmen noch eine gewisse Zurückhaltung, was die Teilnahme an einer Messe betrifft. Wohl coronabedingt. Ich bin aber überzeugt, dass wir nächstes Mal die Zahl der Aussteller wiederum erhöhen können.

Ein paar Worte zurBranchenvielfalt?
Die ist gross, man findet von der Bank über den Weinhändler, das Energieunternehmen, der Druckerei, der Autogarage, das Hotel bis zur Kantonspolizei wirklich fast alles. Auch der Bautreff, eine Messestand-Vereinigung von verschiedenen Akteuren aus der Baubranche, ist wieder dabei. Und nicht zu vergessen: die Gastronomen aus unserer Stadt.

Das eigentliche Erfolgsrezeptder Expo Rapperswil-Jona lautet Regionalität.
Der Grossteil der Aussteller sind lokal ansässige Unternehmen. Genau davon lebt die Expo. Wir müssen unsere tolle Region ins Zentrum rücken – so sind und bleiben Gewerbemessen auch künftig erfolgreich. Das Motto ist ganz klar: «Man trifft sich an der Expo.»

Mit Auftritten von Aaron, Bligg, Marc Sway oder auch der Stadtmusik Rapperswil tönt der Anlass eher wie ein kleines Festival als eine Gewerbeausstellung. Gehört das einfach zur Expo Rapperswil-Jona-«DNA» oder geht es darum, mehr Besucher anzulocken?
Sowohl als auch. Es war schon immer das Ziel des OK, ein umfangreiches Rahmenprogramm zu schaffen. Denn es soll ein Mix sein zwischen den attraktiven Messeständen, die im Zentrum stehen, aber auch einem Begegnungsort für die Region. Klar tragen bekannte Acts dazu bei, dass wir viele Besucher im Grünfeld haben werden.

Welche Bereiche des Geländes sind frei zugänglich?
Der Eintritt an die Expo – und das ist eines unserer Markenzeichen – ist für alle vier Messetage kostenlos. Auch das entsprechende Rahmenprogramm mit Blay und der Schlager-Party ist dabei inkludiert. Lediglich die der Expo vorgelagerte Comedy-Night sowie das KMU Forum Obersee am Freitagnachmittag kosten Eintritt.

Was erwartet die Besucher kulinarisch?
Viel! Neben einigen Verpflegungsständen im Aussenbereich von Grill bis Crèpes servieren im Event-Zelt fünf lokale Gastronomen schmackhafte Spezialitäten aus ihrer Küche. Für unser breites kulinarisches Angebot wurden wir bereits mehrfach gerühmt.

Kommen wir zum KMU-Forum.Zunächst ein paar Worte zu Yaël Meier, Alan Frei, Jakob Kamm?
Wir dürfen uns wirklich auf drei grossartige Referenten freuen. Angefangen bei Yaël Meier, die Firmen das Denken der Generation Z näherbringt, über Alan Frei, der weiss, wie man online seine Zielgruppe erreicht bis hin zu Jakob Kamm, der die Fäden am Eidg. Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis zieht.

Spielt es bei einem solchen Forum eine Rolle, dass Referentenirgendwie «zusammenpassen»?

Unbedingt! Aber es sollen nicht alle gleich sein. Stellen wir uns vor, was passiert, wenn Yaël Meier auf Jakob Kamm trifft – unterschiedlicher könnten diese zwei Persönlichkeiten wohl nicht sein. Oder vielleicht sind sie gar nicht so unterschiedlich? Alle referieren zum Thema «Tradition trifft Generation Z». Das wird höchst spannend.

Warum hat sich das OK für diesen thematischen Schwerpunkt entschieden?
Es war uns wichtig, ein Thema aufzugreifen, das den aktuellen Nerv der Zeit trifft. Die heutige junge Generation zu verstehen, ist wichtig, und ich bin überzeugt, alle Teilnehmer werden einige Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Die Moderation übernimmt Tanya König.
Sie ist absoluter Profi und hat die letzten Jahre eine beschauliche Karriere hingelegt. Seit wenigen Monaten moderiert sie auch für SRF die Sendung «Gesichter und Geschichten». Eine professionelle Moderation ist sehr wichtig für unser Forum.

Insgesamt tönt das Programm sehr spannend. Das heisst, werausgeschlafen ans KMU-Forum will, sollte am Vorabend nicht zu lange feiern ...
Das ist der Grund, weshalb Bligg und Marc Sway nicht bereits am Donnerstag kommen. (lacht)

Blicken wir noch ein Stückchen in die Zukunft: Gibt es bei Ihnen schon Planungen für die Adventszeit?
Aber klar – da sind wir sogar mitten im Aufbau. Am 5. November starten wir mit der Winter-Arena auf dem Bloom-Areal. Wir servieren in unserem wunderschönen Chalet wiederum bestes Käsefondue und Raclette. Daneben gibts eine Campfire-Lounge sowie eine Eisstockbahn. Bis 23. Dezember sind wir da. Es lohnt sich, frühzeitig zu reservieren.

Auch die Fussball-WM steht vor der Tür. Wie ist der Stand der Dinge in Sachen Public-Viewing oder Ähnlichem?
Wir haben da lange überlegt und auch mit Sponsoren Gespräche geführt. Schlussendlich mussten wir unser Vorhaben jedoch absagen. Wir konnten nicht genügend Sponsorengelder akquirieren und zudem bilden die unsichere Stromlage sowie mögliche WM-Boykotte zusätzliche Risiken. Darum lassen wir dieses Jahr die Finger davon. Michel Wassner

 

 

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