Nach Vandalenakt: Hinwiler Schätti-Kreisel in alter Pracht

3. Januar 2025: Comeback der Himbeeren. (Foto: Max Kern)

Über einen Monat lang waren die Himbeer-Zältli im Zwangsurlaub – jetzt sind sie zurück, verziert mit «Puderzucker».

Es war ein düsterer Anblick die letzten Wochen an der Kreuzung Dürntner-/Bachtelstrasse in Hinwil: Beim sogenannten Schätti-Kreisel fehlten die überdimensionierten roten Himbeer-Bonbons. Der Grund: Mitte November sind die künstlichen Zältli von Vandalen mutwillig beschädigt worden – einzelne Bonbons wurden gar geklaut. Die Gemeinde Hinwil legte eine Strafanzeige gegen unbekannt ein.
Um solche Vandalenakte in Zukunft verhindern zu können, wurden die Montagevorrichtungen für die einzelnen Zältli angepasst. Das ganze Kunstwerk musste dafür entfernt werden. Ein trister Anblick.

Erinnerung an Zuckerwarenfabrik
Wochenlang war nur noch der weisse Sockel zu sehen. Der Schätti-Kreisel ist das Ergebnis eines Gestaltungswettbewerbes der Kommune Hinwil. «12 tolle Projekte», so die Gemeinde, wurden eingereicht. Nach drei Abstimmungsrunden wurde ein Projekt mit einem grossen Mehr an Stimmen gewählt. Verfasser war Eduard Graf aus Wernetshausen. Er taufte sein Projekt «Schätti-Kreisel», eine Reminiszenz an die ehemalige H. Schätti Confiserie en gros und Zuckerwarenfabrik, die früher am heutigen Standort des Altersheims an der Dürntnerstrasse stand. Eine Darstellung der ehemaligen Zuckerfabrik ist im weissen Sockel eingeritzt. Mit den Himbeeren obendrauf stellt das Ganze eine vergrösserte Zältli-Dose dar.
Am 8. Juni des vergangenen Jahres wurde der mit dem Schätti-Kreisel neu gestaltete Dorfkern mit einem Strassenfest gefeiert. Seit Kurzem sind die Himbeeren in alter Frische zurück. Und Frau Holle sorgte für den Puderzucker. Übrigens: Die Kosten des Vandalenaktes liegen laut Gemeindeschreiberin Martina Buri «im dreistelligen Bereich».

Max Kern

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