Schmerikon/Uznach – Vom 26. bis 29. Juni veranstalten die Schmerkner Pontoniere den grössten Anlass ihrer über 109-jährigen Vereinsgeschichte: das 42. Eidgenössische Pontonierwettfahren bei der Grynau.
An vier Tagen treten über 1000 ambitionierte Pontoniere aus der ganzen Schweiz in Disziplinen wie Rudern, Bootsfährenbau, Schnüren und Schwimmen zum Wettkampf an. Seit Montag, dem 16. Juni, präsentiert sich die Grynau als Grossbaustelle. Seither sind das Militär, der Zivilschutz und zahlreiche Vereinsmitglieder der Pontoniere Schmerikon eifrig mit Aufbauarbeiten beschäftigt.
Grossbaustelle in der Grynau
Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Angehörige der Schweizer Armee und der regionalen Zivilschutzorganisationen ist ein Anlass in dieser Grösse überhaupt erst möglich geworden. Seit mehreren Tagen werden in der Grynau die Wettkampf- und Festbauten erstellt. Dabei arbeiten Vereinsmitglieder, Zivilschutz- und Militärangehörige Hand in Hand und erstellen die weitläufige Infrastruktur für diesen erstmaligen Pontonieranlass im Linthgebiet.
Beeindruckendes Festzelt
Die Grynau ist ein attraktiver Ort, um einen Wettkampf und Fest dieser Grössenordnung in der freien Natur vor historischer Kulisse durchführen zu können. Für Besuchende wird neben den packenden Wettkämpfen auch ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm geboten. Diverse Bars und Festzelte laden in sommerlichem Ambiente zum Verweilen ein. Das Festzelt ist 65 Meter lang und 25 Meter breit und bietet für 1500 Wettkämpfer und Besucher Platz.
Kraft, Präzision und Tradition
Was auf den ersten Blick nach gemächlichem Rudersport aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als hochpräziser und vielseitiger Sport. Der Pontoniersport vereint körperliche Stärke, technisches Können und jahrhundertealte Tradition in fünf spannenden und sehr unterschiedlichen Disziplinen: Im Einzelfahren manövrieren zwei Pontoniere gemeinsam ihr Übersetzboot oder Weidling durch eine anspruchsvolle Übungsstrecke. Beim Sektionsfahren steht die Teamleistung im Vordergrund: Eine ganze Vereinssektion fährt gemeinsam (synchron) einen Parcours, wobei neben der Fahrtechnik auch Disziplin und Gleichmässigkeit bewertet werden. Eine weitere traditionelle Disziplin ist der Bootsfährenbau. Ein Drahtseil wird von einem 9-köpfigen Team am Boot befestigt, über den Fluss gezogen und durch raffinierte Weise zu einer stabilen Fähre verbunden. Auch das Schnüren, also die fachgerechte Ausführung von Knoten und Seilverbindungen, wird auf Zeit und Genauigkeit geprüft.
Fest mit Breitenwirkung
Das Eidgenössische Pontonierwettfahren 2025 wird nicht nur als sportlicher Grossanlass in Erinnerung bleiben, sondern auch als Treffpunkt zwischen Bevölkerung und Armee. Über 1000 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer treten an. Am Freitag, 27. Juni, wird das PC-7 Team bei einem Trainingsflug von 11 bis 11.30 Uhr über der Linthebene zu sehen sein, bevor es am Sonntag, 29. Juni, von 12.15 bis 12.45 Uhr mit seiner Flugvorführung den Himmel über der Grynau mit eindrucksvollen Flugmanövern und fliegerischer Leidenschaft erfüllt.
(Mitg.)






