Michel Péclard ist der neue Pächter der Luegeten in Pfäffikon SZ. Im April 2025 soll das Restaurant mit dem traumhaften Ausblick auf den Zürichsee wieder eröffnen.
Sechs Jahre stand das Restaurant Luegeten in Pfäffikon leer. Nun verpachtet der neue Besitzer Edgar Weber von der Fair-Play Immobilien AG das Restaurant an Michel Péclard. Der Gastronom und sein Geschäftspartner Florian Weber haben bereits 18 Restaurants in ihrem Portfolio – die meisten davon befinden sich in Zürich oder rund um den Zürichsee. So gehören etwa die Inselwirtschaft Ufenau, das L’O in Horgen und das Lulu am Zürcher Opernhaus zu ihrem Gastronomie-Imperium.
Péclard habe das Restaurant aus emotionalen Gründen gepachtet, wie er sagt: «Ich bin in Hurden aufgewachsen und kenne die Luegeten daher sehr gut.» Die Aussicht sei etwas vom Schönsten, was er je gesehen habe. «Man sieht sogar das Riedgebiet von Hurden, das mich an meine Kindheit erinnert. Auch wurden mein heutiger Geschäftspartner Florian Weber und ich uns an einem wundervollen Vollmondabend in der Luegeten handelseinig.» Das Restaurant wurde ihnen bereits vor etwa einem Jahr angeboten. «Wir haben den Entscheid aber vertagt, weil das Projekt schon eine ziemlich grosse finanzielle Nummer für uns ist.» Es sei nicht ganz einfach, einen Betrieb dieser Grösse und Kapitalintensität so auszurichten, dass er langfristig erfolgreich bestehen könne. «Es ist ein ziemlich grosser ‘Hosenlupf’, zu dem wir mit der Luegeten ansetzen. Aber wir sind überzeugt, dass wir das reissen werden.»
Im Hauptgebäude soll ein gemütlicher und stilvoller Landgasthof entstehen. Neu wird auch der erste Stock mit den beiden Terrassen genutzt. Zuvor hatte der erste Stock nur für Bankette geöffnet. Der Raum im zweiten Stock dient als Partyraum für Hochzeiten und andere Anlässe. Auf dem Kiesplatz vor dem Garagengebäude soll ein Sommerrestaurant für Wanderer und Ausflügler entstehen. Dieses ist nur im Sommerhalbjahr bei schönem Wetter geöffnet. Die Investitionen würden grob auf eine Million Franken geschätzt, wie dem Konzept zu entnehmen ist.
Zweigleisiges Konzept
Kulinarisch soll es in der Luegeten eine bodenständige Schweizer Küche geben – nicht schwer und deftig, sondern mit leichten Akzenten. «Wir werden eine tolle Kombination von regionalen Produkten mit moderner schweizerischer Machart anbieten», so Péclard. So solle etwa eine scharfe Feuerwehrbratwurst von Kälbern der Insel Ufenau und Chili aus dem Garten der Mönche im Kloster Einsiedeln auf der Karte stehen. Crevetten beziehe man von einem Startup aus Winterthur, Lachs aus Lostallo GR. Im Hauptgebäude werde die Karte etwas gediegener und bei der Scheune mit dem Kiesgarten etwas rustikaler, so Péclard. Küchenchef ist Maik Pfister, der seit 20 Jahren für alle Lokale Péclards die Speisekarten konzipiert.
Katharina Herzig






